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5 Tatsächliche und latente Steuern

Bei den Ertragsteuerforderungen in Höhe von insgesamt 36 Mio. Euro (Vorjahr: 48 Mio. Euro) handelt es sich insbesondere um Kapitalertragsteuerforderungen im Zusammenhang mit erhaltenen Dividenden. Die Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 22 Mio. Euro (Vorjahr: 18 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr zu zahlenden Ertragsteuern.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Bis zum Bilanzstichtag beschlossene Steuersatzänderungen sind bereits berücksichtigt. Die angewandten Ertragsteuersätze der einzelnen Länder variieren zwischen 10,0 und 39,0 Prozent (Vorjahr: 10,0 und 39,0 Prozent).

Auf Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden aktiven und passiven latenten Steuern:

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  31.12.2015 31.12.2014
Mio. Euro Aktivisch Passivisch Aktivisch Passivisch
Sachanlagen 12 48 11 38
Immaterielles Vermögen 7 151 7 87
Sonstiges langfristiges Vermögen 1 8 2 8
Kurzfristiges Vermögen 27 11 21 17
Langfristige Verbindlichkeiten 16 1 15 1
Langfristige Rückstellungen 66 67 1
Kurzfristige Rückstellungen 9 2 9 1
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 5 17 8 10
Derivative Finanzinstrumente 7 4 8 3
Steuerliche Verlustvorträge 25 2
./. Saldierung 127 127 115 115
  48 115 35 51

In den aktiven latenten Steuern sind 23 Mio. Euro (Vorjahr: 11 Mio. Euro) für Gesellschaften angesetzt, die sich im Geschäftsjahr oder im Vorjahr noch in einer Verlustsituation befanden. Diese Posten werden als werthaltig angesehen, da für diese Gesellschaften von zukünftigen steuerlichen Gewinnen ausgegangen wird.

Im Haniel-Konzern bestehen gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 941 Mio. Euro (Vorjahr: 877 Mio. Euro) sowie körperschaftsteuerliche und ähnliche ausländische Verlustvorträge in Höhe von 599 Mio. Euro (Vorjahr: 515 Mio. Euro), für die in der Bilanz keine latenten Steuern gebildet wurden, weil die Realisierung der latenten Steueransprüche aus heutiger Sicht nicht als hinreichend sicher angesehen werden kann. Von diesen steuerlichen Verlustvorträgen verfallen 59 Mio. Euro (Vorjahr: 52 Mio. Euro) innerhalb von fünf Jahren und weitere 16 Mio. Euro (Vorjahr: 22 Mio. Euro) innerhalb von 15 Jahren.

In Übereinstimmung mit IAS 12 werden insoweit keine passiven latenten Steuern für einbehaltene Gewinne von Tochterunternehmen und At-Equity bewerteten Beteiligungen bilanziert, als die Gesellschaft den Umkehreffekt steuern kann und es somit wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Daher werden für temporäre Differenzen von Tochterunternehmen und At-Equity bewerteten Beteiligungen in Höhe von 133 Mio. Euro (Vorjahr: 59 Mio. Euro) keine passiven latenten Steuern gebildet.