Geschäftsbericht 2014

28 Finanzwirtschaftliches Risikomanagement

Der Haniel-Konzern unterliegt im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit finanziellen Risiken. Hierbei handelt es sich vor allem um Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken und Risiken aus Änderungen des Zinsniveaus und der Wechselkurse sowie Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten. Ziel des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements ist es, die finanziellen Risiken zu reduzieren.

Der Vorstand legt die allgemeinen Grundsätze für das finanzwirtschaftliche Risikomanagement fest und regelt so das generelle Vorgehen bei der Absicherung der finanziellen Risiken. Die Führungsgesellschaften der vollkonsolidierten Geschäftsbereiche verfügen über eigene Treasury-Abteilungen, die nach einer Identifizierung, Analyse und Bewertung der finanziellen Risiken Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Begrenzung treffen. Die zentrale Treasury-Abteilung berät die Tochterunternehmen und schließt neben eigenen Sicherungsgeschäften auch Sicherungsgeschäfte für die Tochterunternehmen ab. Alle Sicherungsmaßnahmen werden nur mit einem Grundgeschäftsbezug abgeschlossen. Es werden keine Derivativen Finanzinstrumente zu spekulativen Zwecken eingesetzt.

Der Haniel-Konzern setzt zur Finanzierung verschiedene branchen- bzw. handelsübliche Finanzierungsinstrumente mit entsprechenden Vertragsklauseln ein. Hieraus ergeben sich keine besonderen finanzwirtschaftlichen Risiken. Im Vorjahr haben die beiden Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s das Haniel-Rating auf BB+ bzw. Ba1 angehoben. Hierdurch sank die Verzinsung der beiden im Jahr 2009 bzw. 2010 begebenen Euro-Benchmark-Anleihen um 125 Basispunkte auf die ursprüngliche Verzinsung. Die Vertragsbedingungen der im Februar 2012 von der Franz Haniel & Cie. GmbH begebenen Euro-Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 400 Mio. Euro sehen im Fall eines Absinkens des Haniel-Ratings unter BB oder Ba2 einen Step-up um 125 Basispunkte bei der Verzinsung vor.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Haniel-Konzerns nicht gewährleisten zu können. Das Liquiditätsrisiko wird durch eine Finanzplanung der Führungsgesellschaften der vollkonsolidierten Geschäftsbereiche gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionen zur Verfügung stehen. Der Finanzierungsbedarf wird auf Basis der Finanzplanungen der Tochterunternehmen und der Führungsholding ermittelt. Zur Deckung des Finanzierungsbedarfs verfügt die Führungsholding über fest zugesagte, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie über ein Commercial-Paper-Programm und ein Debt Issuance Programme. Darüber hinaus erfolgt eine Steuerung des Liquiditätsrisikos innerhalb der vollkonsolidierten Geschäftsbereiche, sodass auch hier nicht genutzte bilaterale kurz- und langfristige Kreditlinien bestehen. Im Haniel-Konzern wird grundsätzlich eine angemessene Reserve an freien Kreditlinien angestrebt.

AUSFALLRISIKO

Als Ausfall- bzw. Kreditrisiko wird das Risiko verstanden, dass die Vertragspartner des Haniel-Konzerns ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Haniel-Konzern ist sowohl aus dem operativen Geschäft als auch aus Finanzinstrumenten einem Ausfallrisiko ausgesetzt.

Durch die Diversifizierung des Haniel-Konzerns und die Vielzahl der bestehenden Kundenbeziehungen mit in der Regel nur geringen Einzelforderungen ergibt sich bei den Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie den Forderungen gegen Beteiligungen und übrigen kurzfristigen Vermögenswerten grundsätzlich keine Konzentration von Ausfallrisiken. Aus Konzernsicht ist das Ausfallrisiko als nicht wesentlich einzustufen. Im Geschäftsbereich ELG bestehen jedoch branchenbedingt zum Teil wesentliche Einzelforderungen gegen große Kunden, die bei Bedarf durch Kreditausfallversicherungen abgesichert werden.

Die Anlage liquider Mittel in ausgewählte Finanzanlageprodukte ist im Haniel-Konzern durch Richtlinien geregelt. In Abhängigkeit von der Bonitätsbeurteilung des Vertragspartners werden entsprechende Limite vorgegeben und kontrolliert, um eine Konzentration von Ausfallrisiken zu vermeiden. Auf Basis interner und externer Ratings können die Ausfallrisiken in Bezug auf das kurz- und langfristige Finanzielle Vermögen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie folgt zusammengefasst werden.

Mio. Euro 31.12.2014 31.12.2013
Geringes Kreditrisiko 612 29
Mittleres Kreditrisiko 95 16
Gesamt 707 45

Neben den Buchwerten der in der Bilanz ausgewiesenen (Derivativen) Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert umfasst das maximale Ausfallrisiko des Haniel-Konzerns auch die Nominalvolumen der ausgegebenen Finanzgarantien. Zum Bilanzstichtag waren Finanzgarantien mit einem Nominalvolumen von insgesamt 21 Mio. Euro (Vorjahr: 21 Mio. Euro) zugesagt.

ZINSÄNDERUNGSRISIKO

Als Zinsänderungsrisiko wird das Risiko negativer Auswirkungen auf das Ergebnis infolge von schwankenden Marktzinssätzen verstanden. Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos werden Derivative Finanzinstrumente eingesetzt, vor allem Zinsswaps. Die Basis für die Entscheidung über den Einsatz von Derivativen Finanzinstrumenten bilden die geplante Verschuldung und Anlageposition sowie die Zinserwartungen. In regelmäßigen Abständen wird die Zinssicherungsstrategie überprüft und neue Zielvorgaben werden definiert. Im Haniel-Konzern wird grundsätzlich eine angemessene zinsgesicherte Position angestrebt.

Aus der nachfolgenden Zinssensitivitätsanalyse geht hervor, welche hypothetischen Auswirkungen sich auf das Ergebnis vor Steuern, das Sonstige Ergebnis und auf das Eigenkapital ergeben hätten, wenn am Bilanzstichtag eine Änderung des Marktzinsniveaus eingetreten wäre. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist und dass die unterstellte Änderung des Marktzinsniveaus am Bilanzstichtag möglich gewesen wäre. Steuereffekte bleiben dabei außer Acht.

31.12.2014 +100 Basispunkte   -100 Basispunkte  
Mio. Euro Ergebnis vor
Steuern
Sonstiges Ergebnis Eigen-
kapital
Ergebnis vor
Steuern
Sonstiges ErgebnisEigen-
kapital
Euro-Marktzinsniveau 0 0
USD-Marktzinsniveau 2 1 3 -2 -1-3
GBP-Marktzinsniveau -1 1 0 1 -10
31.12.2013 +100 Basispunkte   -100 Basispunkte  
Mio. Euro Ergebnis vor
Steuern
Sonstiges Ergebnis Eigen-
kapital
Ergebnis vor
Steuern
Sonstiges ErgebnisEigen-
kapital
Euro-Marktzinsniveau -1 8 7 1 -9-8
USD-Marktzinsniveau -1 4 3 1 -4-3
GBP-Marktzinsniveau -1 1 0 1 -10

WÄHRUNGSRISIKO

Währungsrisiken entstehen aus Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen in Fremdwährung sowie aus der operativen Tätigkeit durch den Ein- und Verkauf von Handelswaren und Dienstleistungen in nicht-funktionaler Währung. Die hieraus resultierende Risikoposition wird fortlaufend ermittelt und überwiegend durch den Abschluss von Devisentermingeschäften und Währungsswaps gesichert. Der überwiegende Teil der Währungsrisiken resultiert aus der Kursentwicklung des Euro zum US-Dollar (USD) und des Euro zum Britischen Pfund (GBP).

Währungsrisiken werden vor allem durch sogenannte Micro-Hedges gesichert. Hierbei handelt es sich um die direkte Sicherung eines Grundgeschäfts durch ein Währungsderivat. Darüber hinaus werden Währungsderivate eingesetzt, um erwartete Transaktionen in Fremdwährungen zu sichern. Dabei wird das Währungsderivat (oder eine Kombination aus mehreren Derivaten) gewählt, das die erwartete Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die zeitliche Struktur der erwarteten Transaktion bestmöglich widerspiegelt.

Die Währungssensitivitätsanalyse zeigt die theoretischen Auswirkungen einer Veränderung der für den Haniel-Konzern wesentlichen Währungen auf das Ergebnis vor Steuern, das Sonstige Ergebnis und das Eigenkapital. Basis für die Währungssensitivitätsanalyse stellen die am Bilanzstichtag bestehenden originären und Derivativen Finanzinstrumente dar, die Konzernunternehmen in nicht-funktionaler Währung halten. Es wird bei der Betrachtung davon ausgegangen, dass sich die Wechselkurse zum Bilanzstichtag um den angegebenen Prozentsatz verändern. Bewegungen über Zeitabläufe, in der Realität zu beobachtende Änderungen anderer Marktparameter sowie Steuereffekte bleiben dabei außer Acht.

Die mittel- und langfristige Kreditaufnahme erfolgt überwiegend bei der Franz Haniel & Cie. GmbH, den Führungsgesellschaften der vollkonsolidierten Geschäftsbereiche sowie bei den Finanzierungsgesellschaften in Deutschland und den Niederlanden. Entsprechend des Bedarfs der einzelnen Konzerngesellschaften können diese auch Darlehen in anderen Währungen als Euro aufnehmen und konzernintern weiterleiten. Diese Darlehen sind gemäß IFRS 7.40, da nicht in der funktionalen Währung der Gesellschaften aufgenommen, in die Berechnung des Währungsrisikos aufzunehmen, obwohl aus Sicht des Gesamtkonzerns kein Währungsrisiko besteht.

31.12.2014 +10% -10%
Mio. Euro Ergebnis vor
Steuern
Sonstiges Ergebnis Eigen-
kapital
Ergebnis vor
Steuern
Sonstiges ErgebnisEigen-
kapital
USD/Euro-Kurs 36 36 -36 -36
GBP/Euro-Kurs 7 7 -7 -7
31.12.2013 +10% -10%
Mio. Euro Ergebnis vor
Steuern
Sonstiges Ergebnis Eigen-
kapital
Ergebnis vor
Steuern
Sonstiges ErgebnisEigen-
kapital
USD/Euro-Kurs 18 18 -19 -19
GBP/Euro-Kurs 4 4 -5 -5

SONSTIGE PREISRISIKEN

Die sonstigen Preisrisiken betreffen Risiken aus Preisschwankungen auf den Rohstoffmärkten, im Wesentlichen Nickel. Der Geschäftsbereich ELG ermittelt fortlaufend die aus dem An- und Verkauf von Produkten resultierenden Risikopositionen und sichert diese in Bezug auf Nickel überwiegend durch den Einsatz von Derivativen Finanzinstrumenten (Nickel-Futures).

Bei der Berechnung der Sensitivitäten werden die Ergebniswirkungen der Wertänderungen der (Derivativen) Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung der Wertänderungen der korrespondierenden Grundgeschäfte betrachtet.

Eine hypothetische Erhöhung (Verringerung) des Nickelpreises um 1.774 USD pro Tonne (Vorjahr: 1.900 USD pro Tonne) (Geschäftsjahr: 12 Prozent, Vorjahr: 14 Prozent vom am Stichtag gültigen Nickelpreis) hätte ein geringeres (höheres) Ergebnis vor Steuern von 18 Mio. Euro (18 Mio. Euro) (Vorjahr: 18 Mio. Euro bzw. 18 Mio. Euro) zur Folge. Die angenommene Veränderung des Nickelpreises entspricht der von der London Metal Exchange (LME) festgelegten Initial Margin. Diese ist der Betrag, der als Sicherheitsleistung bei Eingehen eines Kontrakts zu hinterlegen ist.

HEDGE ACCOUNTING

Sicherungsgeschäfte werden im Haniel-Konzern sowohl zur Absicherung beizulegender Zeitwerte bestimmter Vermögenswerte und Schulden als auch zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme abgeschlossen. Dazu zählt auch die Währungssicherung von geplanten Ein- und Verkäufen von Handelswaren und Dienstleistungen sowie von Investitionen und Desinvestitionen.

Alle im Haniel-Konzern abgeschlossenen Derivate werden nach IAS 39 zunächst zu Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert entsprechen, in der Bilanz erfasst und in der Folge zum Bilanzstichtag zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei der Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen kommen zum Teil die Regeln des Hedge Accounting zur Anwendung. Im Sinne des Hedge Accounting wird ein Derivat entweder als Instrument zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow Hedge), zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts von bestimmten Vermögenswerten und Schulden (Fair Value Hedge) oder als Instrument zur Absicherung des Nettovermögens einer in Fremdwährung bilanzierenden Beteiligung (Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation) qualifiziert.

Bei Währungsderivaten, die der Absicherung bestehender Bilanzposten dienen, wird in der Regel kein formelles Hedge Accounting angewendet. Die Marktwertänderungen dieser Derivate, die wirtschaftlich betrachtet wirksame Absicherungen im Rahmen der Konzernstrategie darstellen, werden erfolgswirksam erfasst. Diesen stehen regulär gegenläufige Marktwertänderungen aus den abgesicherten Grundgeschäften gegenüber.

CASHFLOW HEDGE – ZINSSICHERUNG

Der Haniel-Konzern finanziert sich im Wesentlichen über lang- und kurzfristige bilaterale Kreditlinien, Anleihen und Schuldscheindarlehen. Die bilateralen Kreditlinien werden in der Regel auf revolvierender Basis mit kurzfristiger Zinsfestschreibung in Anspruch genommen. Durch den Abschluss von Derivativen Finanzinstrumenten sichert sich der Konzern gegen steigende Marktzinsen und somit künftig steigende Zinsauszahlungen ab. Zum Bilanzstichtag sind Zinsauszahlungen in Höhe von 1 Mio. Euro, 1 Mio. USD und 1 Mio. GBP abgesichert. Diese resultieren dabei aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten mit Nominalvolumen in Höhe von 25 Mio. Euro, 30 Mio. USD und 15 Mio. GBP. Im Vorjahr waren in den fortgeführten Bereichen Zinsauszahlungen in Höhe von 4 Mio. Euro, 2 Mio. USD und 1 Mio. GBP abgesichert. Diese resultierten dabei aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten mit Nominalvolumen in Höhe von 263 Mio. Euro, 150 Mio. USD und 15 Mio. GBP.

CASHFLOW HEDGE – WÄHRUNGSSICHERUNG

Zur Sicherung von Euro-Zahlbeträgen schließt der Haniel-Konzern Devisentermingeschäfte ab. Bei den designierten Grundgeschäften handelt es sich um hochwahrscheinliche Zahlbeträge in verschiedenen Fremdwährungen.

Die zum 31. Dezember 2014 designierten Grundgeschäfte belaufen sich auf 27 Mio. Euro. Sie sind in Höhe von 12 Mio. Euro innerhalb des ersten Quartals 2015, in Höhe von 10 Mio. Euro innerhalb des zweiten Quartals 2015 und in Höhe von 5 Mio. Euro innerhalb des dritten Quartals 2015 fällig.

Die zum 31. Dezember 2013 in den fortgeführten Bereichen designierten Grundgeschäfte beliefen sich auf 31 Mio. Euro. Sie waren in Höhe von 13 Mio. Euro innerhalb des ersten Quartals 2014, in Höhe von 11 Mio. Euro innerhalb des zweiten Quartals 2014 und in Höhe von 7 Mio. Euro innerhalb des dritten Quartals 2014 fällig.

Im Zusammenhang mit der Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) sind im Geschäftsjahr Verluste in Höhe von 7 Mio. Euro (Vorjahr: Gewinne in Höhe von 12 Mio. Euro) im Sonstigen Ergebnis erfasst worden. Aus dem Sonstigen Ergebnis sind Verluste in Höhe von 19 Mio. Euro (Vorjahr: Verluste in Höhe von 7 Mio. Euro) in den Finanzierungsaufwand und Verluste in Höhe von 3 Mio. Euro in das Ergebnis nach Steuern der nicht fortgeführten Bereiche (Vorjahr: Verluste in Höhe von 14 Mio. Euro) transferiert worden. Von diesen Beträgen wurden im Geschäftsjahr 16 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) im Finanzierungsaufwand erfolgswirksam erfasst, weil zuvor bestehende Sicherungsbeziehungen aufgrund des Wegfalls von Grundgeschäften aufgelöst worden sind. Im Vorjahr wurden aus diesem Grund auch 2 Mio. Euro im Ergebnis nach Steuern der nicht fortgeführten Bereiche erfasst.

Bei den Cashflow Hedges gab es wie im Vorjahr keine nennenswerten Ineffektivitäten.

FAIR VALUE HEDGE

Im Geschäftsjahr wurde wie im Vorjahr kein Fair Value Hedge Accounting angewendet.

HEDGE OF A NET INVESTMENT IN A FOREIGN OPERATION

Zur Absicherung des Nettovermögens einer in Fremdwährung bilanzierenden Beteiligung werden originäre Fremdwährungsverbindlichkeiten eingesetzt. Es ergaben sich wie im Vorjahr keine nennenswerten Ineffektivitäten aus Net Investment Hedges.

Die Gesamtposition der Derivativen Finanzinstrumente setzt sich gemäß der vom Haniel-Konzern verfolgten Sicherungsstrategie wie folgt zusammen:

  31.12.2014  31.12.2013 
Mio. Euro Marktwert Davon Cashflow
Hedges
Marktwert Davon Cashflow
Hedges
Aktiva        
Zinsinstrumente        
Währungsinstrumente 1   8
Übrige Derivative Finanzinstrumente 10   2
  11 0 10 0
Passiva
Zinsinstrumente 13 9 23 23
Währungsinstrumente 5 1
Übrige Derivative Finanzinstrumente 1 1
  19 9 25 23

Die folgende Tabelle stellt die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der zum 31. Dezember 2014 bestehenden originären Finanziellen Verbindlichkeiten und derivativen Verbindlichkeiten sowie Finanzgarantien im Zeitablauf dar:

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Mio. Euro Cashflows 2015 Cashflows 2016 Cashflows 2017
bis 2019
Cashflows 2020
bis 2024
Cashflows ab 2025
Originäre Finanzielle Verbindlichkeiten und Finanzgarantien
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -199 -108 -194 -49
Anleihen, Commercial Papers und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten -131 -35 -517  
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern -68 -48 -66  
Leasingverbindlichkeiten -4 -4 -16 -15 -13
Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten -39 -12 -34 -41 -2
Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben -61
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung -146
Finanzgarantien -4 -1 -2 -5 -9
  -652 -208 -829 -110 -24
Derivative Verbindlichkeiten
Hedge Accounting
Derivate (Nettoausgleich) -3 -3 -5 -1
Derivate (Bruttoausgleich) Einzahlungen 19
Derivate (Bruttoausgleich) Auszahlungen -19
  -3 -3 -5 -1 0
Ohne Hedge Accounting
Derivate (Nettoausgleich) -1 -1 -3 -1
Derivate (Bruttoausgleich) Einzahlungen 385 1 18
Derivate (Bruttoausgleich) Auszahlungen -390 -1 -18
  -6 -1 -3 -1 0
  -9 -4 -8 -2 0

Bei den Finanzgarantien erfolgt der Ausweis nicht auf Basis der geschätzten wahrscheinlichen Inanspruchnahme, sondern in Höhe des vereinbarten Garantiehöchstbetrags zum frühestmöglichen Zeitpunkt.

Die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der originären Finanziellen Verbindlichkeiten und derivativen Verbindlichkeiten sowie Finanzgarantien, die zum 31. Dezember 2013 in den fortgeführten Bereichen bestanden, stellten sich wie folgt dar:

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Mio. Euro Cashflows 2014 Cashflows 2015 Cashflows 2016
bis 2018
Cashflows 2019
bis 2023
Cashflows ab 2024
Originäre Finanzielle Verbindlichkeiten und Finanzgarantien
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -172 -130 -245 -64
Anleihen, Commercial Papers und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten -567 -229 -1.100  
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern -64 -52 -60  
Leasingverbindlichkeiten -6 -4 -12 -23 -14
Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten -37 -15 -31 -46
Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben -54
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung -120
Finanzgarantien -4 -1 -2 -4 -10
  -970 -485 -1.450 -137 -24
Derivative Verbindlichkeiten
Hedge Accounting
Derivate (Nettoausgleich) -8 -8 -17 -4
Derivate (Bruttoausgleich) Einzahlungen 21
Derivate (Bruttoausgleich) Auszahlungen -21
  -8 -8 -17 -4 0
Ohne Hedge Accounting
Derivate (Nettoausgleich)
Derivate (Bruttoausgleich) Einzahlungen 88 1
Derivate (Bruttoausgleich) Auszahlungen -89 -1
  -1 0 0 0 0
  -9 -8 -17 -4 0

Die Einordnung der Tilgungsverpflichtungen richtet sich nach dem Zeitraum, in dem die Gläubiger frühestens die Rückzahlung verlangen können.

ÜBERLEITUNG DER FINANZINSTRUMENTE AUF IAS 39-KATEGORIEN

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AKTIVA
Mio. Euro Buchwerte 31.12.2014 Finanzielle
Vermögenswerte
zu Handels-
zwecken
gehalten
Kredite und Forderungen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Keine
IAS 39-
Kategorie
Außerhalb des
Anwendungs-
bereichs von
IFRS 7
Zur Veräußerung verfügbare Finanzanlagen 167     167    
Sonstige Wertpapiere 5 5    
Ausleihungen 16 9 7  
Langfristiges Finanzielles Vermögen 188 0 14 167 7 0
Forderungen aus Lieferung und Leistung 407 0 407 0 0 0
Forderungen gegen Beteiligungen 8 8
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 72 45 27
Forderungen gegen Beteiligungen und übrige  kurzfristige Vermögenswerte 80 0 53 0 0 27
Derivative Finanzinstrumente 11 11
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 160 160
Sonstige Wertpapiere und Festgelder 237 237
Kurzfristiges Finanzielles Vermögen 408 11 237 160 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 111 0 111 0 0 0
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 29 0 8 0 0 21
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Mio. Euro Buchwerte 31.12.2013 Finanzielle
Vermögenswerte
zu Handels-
zwecken
gehalten
Kredite und Forderungen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Keine
IAS 39-
Kategorie
Außerhalb des
Anwendungs-
bereichs von
IFRS 7
Zur Veräußerung verfügbare Finanzanlagen 6     6    
Sonstige Wertpapiere 0      
Ausleihungen 7   7    
Langfristiges Finanzielles Vermögen 13 0 7 6 0 0
Forderungen aus Lieferung und Leistung 360 0 360 0 0 0
Forderungen gegen Beteiligungen 6 6
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 75 47 28
Forderungen gegen Beteiligungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte 81 0 53 0 0 28
Derivative Finanzinstrumente 10 10
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 0
Sonstige Wertpapiere und Festgelder 0
Kurzfristiges Finanzielles Vermögen 10 10 0 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 22 0 22 0 0 0
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 7.677 1 2.845 62 41 4.728

ÜBERLEITUNG DER FINANZINSTRUMENTE AUF IAS 39-KATEGORIEN

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PASSIVA
Mio. Euro Buchwerte
31.12.2014
Finanzielle
Verbindlichkeiten
zu Handels-
zwecken
gehalten
Andere
finanzielle
Verbindlich-
keiten
Keine
IAS 39-
Kategorie
Außerhalb des
Anwendungs-
bereichs von
IFRS 7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 338   338  
Anleihen, Commercial Papers und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 531   531  
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 100   100    
Leasingverbindlichkeiten 35   35  
Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten 72   72  
Langfristige Finanzielle Verbindlichkeiten 1.076 0 1.041 35 0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 2 0 0 0 2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 194 194
Anleihen, Commercial Papers und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 102 102
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 63 63
Leasingverbindlichkeiten 2 2
Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten 31 31
Kurzfristige Finanzielle Verbindlichkeiten 392 0 390 2 0
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung und ähnliche Verbindlichkeiten 151 0 146 0 5
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 17 17
Verbindlichkeiten aus Löhnen, Gehältern und sozialen Abgaben 11 11
Abgegrenzte Schulden 100 30 70
Derivative Finanzinstrumente 19 10 9
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 79 78 1
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 226 10 108 9 99
Zur Veräußerung vorgesehene Verbindlichkeiten 9 0 5 0 4
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Mio. Euro Buchwerte
31.12.2013
Finanzielle
Verbindlichkeiten
zu Handels-
zwecken
gehalten
Andere
finanzielle
Verbindlich-
keiten
Keine
IAS 39-
Kategorie
Außerhalb des
Anwendungs-
bereichs von
IFRS 7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 426   426  
Anleihen, Commercial Papers und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 1.129   1.129  
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 100   100    
Leasingverbindlichkeiten 36   36  
Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten 82   82  
Langfristige Finanzielle Verbindlichkeiten 1.773 0 1.737 36 0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 54 0 52 0 2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 170 170
Anleihen, Commercial Papers und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 466 466
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 55 55
Leasingverbindlichkeiten 4 4
Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten 31 31
Kurzfristige Finanzielle Verbindlichkeiten 726 0 722 4 0
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung und ähnliche Verbindlichkeiten 125 0 120 0 5
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 25 25
Verbindlichkeiten aus Löhnen, Gehältern und sozialen Abgaben 10 10
Abgegrenzte Schulden 129 64 65
Derivative Finanzinstrumente 25 2 23
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 11 9 2
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 200 2 73 23 102
Zur Veräußerung vorgesehene Verbindlichkeiten 5.406 9 4.230 37 1.130

BEWERTUNG ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT (FAIR VALUE-BEWERTUNG)

Die folgende Übersicht zeigt die zum 31. Dezember 2014 in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden, aufgeteilt nach den folgenden Bewertungsstufen:

Stufe 1: Notierte Preise an aktiven Märkten für den gleichen Vermögenswert bzw. die gleiche Schuld
Stufe 2: Notierte Preise an aktiven Märkten für ähnliche Vermögenswerte und Schulden oder andere Bewertungstechniken, bei denen alle wesentlichen verwendeten Daten auf beobachtbaren Marktdaten basieren
Stufe 3: Bewertungstechniken, bei denen wesentliche verwendete Daten nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Sofern bei wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen erforderlich sind, da beispielsweise ein Vermögenswert nicht mehr auf einem aktiven Markt gehandelt wird bzw. erstmalig gehandelt wird, erfolgt die Umgliederung zum Ende der Berichtsperiode. Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr haben derartige Umgliederungen zwischen Stufe 1 und 2 stattgefunden.

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Mio. Euro Gesamt
31.12.2014
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3Nicht zum
beizulegenden
Zeitwert bewertet
Aktiva         
        
Wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewertet  
Langfristiges Finanzielles Vermögen     
Zur Veräußerung verfügbare Finanzanlagen 167 142 20 5
Kurzfristiges Finanzielles Vermögen  
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 160 150 10  
Derivative Finanzinstrumente 11   11  
 
Nicht wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewertet    
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 29   6  23
     
Passiva    
   
Wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewertet    
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten    
Derivative Finanzinstrumente 19   19  
     
Nicht wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewertet      
Zur Veräußerung vorgesehene Verbindlichkeiten 9   9

Die folgende Übersicht zeigt die zum 31. Dezember 2013 in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden:

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Mio. Euro Gesamt
31.12.2013
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3Nicht zum
beizulegenden
Zeitwert bewertet
Aktiva         
        
Wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewertet  
Langfristiges Finanzielles Vermögen     
Zur Veräußerung verfügbare Finanzanlagen 6 6
Kurzfristiges Finanzielles Vermögen      
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 0      
Derivative Finanzinstrumente 10   10  
   
Nicht wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewertet    
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 7.677 5 1 7.671
   
Passiva    
   
Wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewertet    
Übrige langfristige Verbindlichkeiten    
Derivative Finanzinstrumente 25   25  
     
Nicht wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewertet    
Zur Veräußerung vorgesehene Verbindlichkeiten 5.406   35  5.371

In der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare Finanzanlagen sind Wertpapiere und Beteiligungen in Höhe von 5 Mio. Euro (Vorjahr: 6 Mio. Euro) enthalten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt sind. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen. Mangels eines aktiven Markts kann ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden.

Bei der Angabe der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten innerhalb der Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Vorjahr handelt es sich um entsprechend bewertete Finanzinstrumente des Geschäftsbereichs Celesio.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden (Stufe 1), basiert auf den notierten Preisen am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 und Stufe 3 erfolgt bei den wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden anhand der DCF-Methode. Dabei werden die künftig aus den Finanzinstrumenten erwarteten Zahlungsflüsse unter Anwendung von laufzeitadäquaten Marktzinssätzen diskontiert. Der Bonität des jeweiligen Schuldners trägt der Konzern durch die Ermittlung von Berichtigungswerten, sogenannten Credit Value Adjustments (CVA) oder Debt Value Adjustments (DVA), auf Basis eines Auf-/Abschlagsverfahrens Rechnung. Die CVA bzw. DVA werden bei Verfügbarkeit unter Verwendung von am Markt beobachtbaren Preisen für Kreditderivate ermittelt.

Die folgende Übersicht zeigt eine detaillierte Überleitung der wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden in Stufe 3 ohne bedingte Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben. Die Überleitungsrechnung betrifft im Vorjahr zwei Beteiligungsfonds im Segment Holding und sonstige Gesellschaften, deren Fair-Value-Ermittlung auf Basis von Ergebnis-Multiples erfolgte und die verkauft wurden.

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Mio. Euro 2014 2013
Stand 01.01. 0 141
Währungsänderungen
Änderung Konsolidierungskreis
Zugänge
Abwertungen
Zuschreibungen
Erfolgsneutrale Marktwertänderungen 2
Erfolgswirksame Marktwertänderungen
Abgänge 143
Umgliederungen in Stufe 3
Umgliederungen aus Stufe 3
Stand 31.12. 0 0
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste unrealisierte Gewinne und Verluste aus zum Bilanzstichtag gehaltenen Finanzinstrumenten 0 0

Die folgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2014, die in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden:

  Buchwert Beizulegender Zeitwert
Mio. Euro Stufe 1Stufe 2Stufe 3
Aktiva   
Langfristiges Finanzielles Vermögen   
Sonstige Wertpapiere 5  5
Ausleihungen 16  18
 
Passiva  
Finanzielle Verbindlichkeiten    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 532  534  
Anleihen, Commercial Papers und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 633 543158 
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 163  172 
Leasingverbindlichkeiten 37  47 
Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten 103  108 
Übrige langfristige Verbindlichkeiten   
Unbedingte Kaufpreisverbindlichkeiten 0   

Die folgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten der fortgeführten Bereiche zum 31. Dezember 2013, die in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert wurden:

  Buchwert Beizulegender Zeitwert
Mio. Euro Stufe 1Stufe 2Stufe 3
Aktiva   
Langfristiges Finanzielles Vermögen   
Sonstige Wertpapiere 0  
Ausleihungen 7  8
 
Passiva  
Finanzielle Verbindlichkeiten    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 596  600  
Anleihen, Commercial Papers und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 1.595 1.479287 
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 155  159 
Leasingverbindlichkeiten 40  49 
Übrige Finanzielle Verbindlichkeiten 113  127 
Übrige langfristige Verbindlichkeiten   
Unbedingte Kaufpreisverbindlichkeiten 52  53 

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden (Stufe 1), basiert auf den notierten Preisen am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 und Stufe 3 erfolgt analog des Vorgehens bei den wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden anhand der DCF-Methode.

SALDIERUNG FINANZIELLER VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die in der Bilanz vorgenommenen Saldierungen von Finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Des Weiteren ist dargestellt, inwieweit Aufrechnungsvereinbarungen mit Vertragspartnern bestehen, die nicht zu einem saldierten Ausweis in der Bilanz führen, da nicht sämtliche Bedingungen des IAS 32 für einen saldierten Ausweis gegeben sind. Globalaufrechnungsvereinbarungen betreffen im Haniel-Konzern Derivative Finanzinstrumente, bei denen die Rahmenverträge mit den Finanzinstituten im Verzugsfall eine Aufrechnung der zu diesem Zeitpunkt bestehenden gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten vorsehen. Die Angaben erfolgen im Vorjahr für die fortgeführten Bereiche.

Bei den Vermögenswerten sind die folgenden Bilanzposten betroffen:

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    Globalaufrechnungsvereinbarungen
Mio. Euro Finanzielle
Vermögenswerte
(brutto)
Aufgerechnete
finanzielle
Verbindlichkeiten
(brutto)
Bilanzansatz
zum 31.12.2014
(netto)
Nicht
aufgerechnete
finanzielle
Verbindlichkeiten
Erhaltene
Sicherheiten
Nettobetrag
zum 31.12.2014
Derivative Finanzinstrumente      
mit Aufrechnungsvereinbarung 11 11 2 9
ohne Aufrechnungsvereinbarung  0 0
11011 209
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    Globalaufrechnungsvereinbarungen
Mio. Euro Finanzielle
Vermögenswerte
(brutto)
Aufgerechnete
finanzielle
Verbindlichkeiten
(brutto)
Bilanzansatz
zum 31.12.2013
(netto)
Nicht
aufgerechnete
finanzielle
Verbindlichkeiten
Erhaltene
Sicherheiten
Nettobetrag
zum 31.12.2013
Derivative Finanzinstrumente      
mit Aufrechnungsvereinbarung 10 10 5 5
ohne Aufrechnungsvereinbarung  0 0
10010 505

Bei den Verbindlichkeiten sind die folgenden Bilanzposten betroffen:

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    Globalaufrechnungsvereinbarungen
Mio. Euro Finanzielle
Vermögenswerte
(brutto)
Aufgerechnete
finanzielle
Verbindlichkeiten
(brutto)
Bilanzansatz
zum 31.12.2014
(netto)
Nicht
aufgerechnete
finanzielle
Verbindlichkeiten
Hingegebene
Sicherheiten
Nettobetrag
zum 31.12.2014
Derivative Finanzinstrumente      
mit Aufrechnungsvereinbarung 4 4 2 2
ohne Aufrechnungsvereinbarung 15 15 15
19019 2017
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    Globalaufrechnungsvereinbarungen
Mio. Euro Finanzielle
Vermögenswerte
(brutto)
Aufgerechnete
finanzielle
Verbindlichkeiten
(brutto)
Bilanzansatz
zum 31.12.2013
(netto)
Nicht
aufgerechnete
finanzielle
Verbindlichkeiten
Hingegebene
Sicherheiten
Nettobetrag
zum 31.12.2013
Derivative Finanzinstrumente      
mit Aufrechnungsvereinbarung 10 10 5 5
ohne Aufrechnungsvereinbarung 15 15 15
25025 5020

NETTOERGEBNIS IAS 39-KATEGORIEN

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung für die fortgeführten Bereiche erfasste Nettoergebnis der IAS 39-Kategorien setzt sich wie folgt zusammen:

Mio. Euro 2014 2013
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet -23 36
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten224
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 1 10
Andere finanzielle Verbindlichkeiten -162 -167
  -182 -97

Das Nettoergebnis der Finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten beinhaltet neben den Ergebnissen aus Fair-Value-Änderungen auch Zinsaufwendungen bzw. -erträge aus diesen Finanzinstrumenten. Das Nettoergebnis der Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beinhaltet insbesondere die erfolgswirksam zu erfassenden Erträge und Aufwendungen insbesondere aus Anleihen und Fonds im Segment Holding und sonstige Gesellschaften. Das Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen beinhaltet im Wesentlichen Zinserträge sowie die auf diese Finanzinstrumente entfallenden Wertminderungen und Wertaufholungen. Das Nettoergebnis aus Anderen finanziellen Verbindlichkeiten beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen sowie das Währungsergebnis aus der Bewertung von nicht operativen Fremdwährungsverbindlichkeiten.

Fair-Value-Änderungen bei den Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 3 Mio. Euro) im Sonstigen Ergebnis erfasst. Aus dem Sonstigen Ergebnis sind auf Fair-Value-Änderungen zurückzuführende Erträge in Höhe von 1 Mio. Euro in das Übrige Finanzergebnis transferiert worden (Vorjahr: Erträge in Höhe von 24 Mio. Euro in das Übrige Beteiligungsergebnis).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von 170 Mio. Euro (Vorjahr: 165 Mio. Euro) aus Finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfasst. Die Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Zinserträge aus nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanziellen Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 8 Mio. Euro (Vorjahr: 16 Mio. Euro). Im Vorjahr wurden Zinserträge in Höhe von 12 Mio. Euro aus wertgeminderten und inzwischen veräußerten Finanzinstrumenten erfasst.