Geschäftsbericht 2014

Stabiles gesamtwirtschaftliches Umfeld

Für das Jahr 2015 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein globales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,5 Prozent, das damit auf dem Niveau des Jahres 2014 mit 3,3 Prozent liegen soll. Darin wurde bereits der im zweiten Halbjahr 2014 wahrgenommenen Eintrübung der wirtschaftlichen Lage Rechnung getragen. Gestützt auf die aktuelle Prognose blickt der Haniel-Vorstand mit Zuversicht in das neue Geschäftsjahr, zumal insbesondere für die Märkte, in denen Haniel-Geschäftsbereiche aktiv sind, eher eine bessere konjunkturelle Entwicklung erwartet wird als im Vorjahr: So dürften die USA mit einem prognostizierten Wachstum von 3,6 Prozent nach bereits 2,4 Prozent im Jahr 2014 auch im Jahr 2015 der wesentliche globale Wachstumstreiber sein. Des Weiteren wird vom IWF für den Euroraum nach 0,8 Prozent im Jahr 2014 ein etwas erhöhtes Wachstum von 1,2 Prozent vorhergesagt. Zu diesem soll nicht nur Deutschland mit 1,3 Prozent beitragen, sondern auch die zuletzt weniger wachstumsstarken Volkswirtschaften in Frankreich und Italien. Für alle Geschäftsbereiche ist die Entwicklung im Euroraum von besonderer Bedeutung, da dort ein wesentlicher Teil ihrer Geschäftsaktivitäten stattfindet.

Zentral für ELG ist darüber hinaus die Entwicklung des Edelstahlmarkts. Die weltweite Edelstahlproduktion wird im Jahr 2015 voraussichtlich um etwa 5 Prozent wachsen, was insbesondere auf steigende Produktionszahlen in China, aber auch in den USA zurückzuführen ist. In Europa hingegen wird die Edelstahlproduktion voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres verbleiben. Bei dem für das Edelstahlgeschäft wichtigen Rohstoff Nickel erwarten Experten infolge der indonesischen Exportbeschränkung für Nickelerze im Jahr 2015 eine Verknappung – und damit ein höheres Niveau des Nickelpreises.

Der Haniel-Vorstand sieht aber auch signifikante Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung 2015: Zusätzlich zu der weiterhin nicht nachhaltig gelösten Schuldenkrise im Euroraum haben sich unter anderem regionale Konfliktherde gebildet bzw. verstärkt. Solche Bedrohungen haben das Potenzial, zu einer signifikanten Verschlechterung des Konjunkturverlaufs in der Welt beizutragen. Da die verschiedenen Geschäftsbereiche international tätig sind, ist das Ergebnis des Haniel-Konzerns auch abhängig von der Entwicklung verschiedener Währungskurse, vor allem des US-Dollars, des Britischen Pfunds und des Schweizer Franken. Das Metro-Beteiligungsergebnis wird zudem signifikant durch die Entwicklung des russischen Rubels beeinflusst. Abweichungen von der unterstellten konjunkturellen Entwicklung sowie der zukünftigen Währungskurse gegenüber den Planungsannahmen können das prognostizierte Konzernergebnis wesentlich verändern.